Ergebnisse der empirischen Untersuchung zur Entwicklung und zum Selbstverständnis der Piratenpartei Deutschland

Ahoi liebe Mitstreiter, Freibeuter und Interessierte,

meine lange Reise ins Innere der Piratenpartei ist zu Ende.

Im Frühjahr 2011 habe ich eine umfangreiche Untersuchung innerhalb der Piratenpartei durchgeführt. Dabei wurden alle (damals rund 12.000) Mitglieder eingeladen an einer Befragung mittels eines elektronischen Fragebogens teilzunehmen. Dabei hat rund ein Viertel der Mitglieder an der Befragung teilgenommen. Für diese engagierte und hohe Beteiligung möchte ich mich von ganzem Piratenherzen bei euch bedanken!

Cover: Die Piratenpartei Deutschland - Entwicklung und SelbstverständnisMein Ziel war es eine umfassende wissenschaftliche Arbeit über die Piratenpartei in Deutschland anzufertigen, deren Blick sich vor allem nach innen richten sollte. Im Ergebnis sind dabei 270 Seiten inklusive der Anhänge Feldbericht und Fragebogen herausgekommen. Eingegangen bin ich dabei zunächst auf die Entwicklung der schwedischen (ersten) Piratenpartei, vor deren Hintergrund ich die Entwicklung der Piratenpartei in Deutschland in vielerlei Hinsicht untersucht habe. Auch der internationale Dachverband der Piratenpartei, die PPI (Pirate Parties International), kam dabei nicht zu kurz. Nach dieser Einleitung folgt die Konstruktion des Fragebogens, der Feldbericht und dann auf knapp 130 Seiten die Auswertung und Analyse der Ergebnisse, der ein Schlusswort hinten angestellt ist. Die Magisterarbeit wurde mit der Note 1,7 bewertet. Leider ist es mir nicht gestattet, das Gutachten zu veröffentlichen.

Persönlich war es mir eine Herzensangelegenheit diese Arbeit zu schreiben. Die Fragen, die in den Fragebogen eingeflossen sind, stammen alle aus Bereichen die bisher wenig, kaum oder gar nicht untersucht wurden. Hier etwas Licht ins Dunkel zu bringen, war das Ziel, das ich mir in dieser Untersuchung gesetzt hatte.

Eigentlich wollte ich bis Mitte des Jahres fertig werden und hoffte die Ergebnisse im Juli 2011 veröffentlichen zu können. Dass eine Abschlussarbeit, in meinem Fall eine Magisterarbeit, immer ein paar Überraschungen bereithält, war mir zwar klar, aber vorbereiten kann man sich darauf dennoch nur bedingt. Manchmal kommen Dinge eben anders, als man denkt. Man braucht eben doch mal länger für ein Kapitel als geplant, wird durch Gespräche und Diskussionen, durch Nachrichten und andere Neuigkeiten auf Tatsachen gestoßen, die eine Überarbeitung des Textes nach sich ziehen, schreibt einen Abschnitt um, ändert hier und da eine Kleinigkeit oder mehr, schreibt die Gliederung um, weil sie einem nicht mehr optimal erscheint und so weiter.

Da die Ergebnisse sehr umfangreich ausgefallen sind, verzichte ich an dieser Stelle darauf einige hervorzuheben. Zum einen, weil mir schlicht die Auswahl zu schwer fällt und zum anderen, weil ich nicht von mir aus Akzente setzen möchte, die die Lesart der Ergebnisse in irgendeiner Form vorab beeinflussen. Das Lesen des Buchs soll eure eigene persönliche Reise und Erfahrung werden.

Veröffentlicht wurde die Arbeit als digitaler Download und als Buchversion über den Contumax Verlag in Berlin. Das Werk ist dabei unter einer CC BY-SA 3.0 Lizenz lizensiert (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/). Dies hat den Vorteil, dass ihr frei entscheiden könnt, ob ihr das Buch lieber kostenlos herunterladen oder aber als Druckversion (19,90 Euro) kaufen möchtet.

Die Onlineversion könnt ihr über folgenden Link herunterladen:

Die Piratenpartei Deutschland - Entwicklung und SelbstverständnisDie Piratenpartei Deutschland - Entwicklung und Selbstverständnis

Die Printversion könnt ihr bei allen üblichen Buchhändlern wie Amazon, Libri und ähnlichen bestellen.

Weitere Vorteile der Creative Commons Lizenz sind, dass ihr das Werk beliebig vervielfältigen, verbreiten und öffentlich zugänglich machen sowie Abwandlungen und Bearbeitungen des Werkes bzw. Inhaltes anfertigen und das Werk auch kommerziell nutzen dürft. Dies unter den Bedingungen der Namensnennung und der Weitergabe unter gleichen Bedingungen.

Es wäre schön, wenn wir über die Ergebnisse sprechen und so weitere Schlüsse daraus ziehen könnten. Dass wir aus dieser Analyse etwas für die Praxis herausziehen und umsetzen können, dass uns bei der politischen Arbeit weiterhilft.

Ich freue mich auf konstruktive Kritik, eure Interpretationen und Ideen sowie Anregungen und Unterstützung für weitere Untersuchungen.

Kontaktieren könnt ihr mich über folgende Wege:
Twitter: @freidenken
oder einfach den Button rechts in der Seitenleiste benutzen. ;)
E-Mail: t (punkt) neumann (at) piratenpartei-hessen (punkt) de

Vielen Dank für Eure Unterstützung und viel Spaß beim Lesen!

Tobias Neumann

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    Ahoi und erstmal ein Danke für diese tolle Arbeit. Ist der Text auch als Epub verfügbar? PDF skaliert durch die feste Formatierung leider recht schlecht auf Ebook Readern und wenn man es umwandelt stören Seitenzahlen und falsch plazierte Zeilenumbrüche den Lesefluss.

  • Pingback: » Empirische Untersuchung zur Entwicklung und zum Selbstverständnis der Piratenpartei Deutschland wasserscheide()

  • Ahoi,

    leider habe ich keine Epub Version.
    Ich werde aber, wenn die letzten Prüfungen vorbei sind, mich daran setzen, das entsprechend zu konvertieren.
    Falls sich vorher jemand findet, der mit so etwas Erfahrung hat, würde ich mich über Hilfe bei der Umsetzung freuen. Also Freiwillige vor! ;)

  • Pingback: Die Piratenpartei Deutschland – Entwicklung und Selbstverständnis » Von markus » netzpolitik.org()

  • Joa wäre echt cool, wenn es das als richtiges eBook geben würde. Am besten noch für das Kindle. ;)

  • Das fände ich auch prima. Wenn es jemanden gibt der sich mit der Konvertierung von .doc oder .pdf zu epub/eBook auskennt – bitte bei mir melden!!

    Wenn sich jemand findet, kann das schnell umgesetzt werden.

  • Pingback: Aufgeschnappt 2.11.2011 | diowlix()

  • Pingback: www.yorvik.de » Die Piratenpartei Deutschland – Entwicklung und Selbstverständnis()

  • In einer Woche habe ich mein Kindle, dann kann ich gerne testen.

    Ansonsten habe ich im Internet ein paar Konvertierer (auch Online-Konvertierer) gefunden (musst einfach mal suchen). Oft lese ich auch, dass die Leute die Software „Calibre“ benutzen. Dort kann man das Ergebnis auch in der Vorschau sehen.

    Inwieweit das gut mit .doc funktioniert, weiß ich nicht, sollte aber viel besser als mit der PDF sein.

  • Ich hab mir Calibre besorgt und werde die Tage versuchen damit eine gescheite eBook Version zu basteln, welche ich dann hier erstmal zum Test einstelle. Es dauert aber noch ein paar Tage.

    Danke für den Tipp!

  • Pingback: Selbstverständnis und innerparteiliche Demokratie der Piratenpartei (1) « kulturproktologie()

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  • Die Piratenpartei betrachte ich gaerde wegen ihrer chaotischen Mitwirkungskonzepte kritisch. Allzuviele programatische Fragen sind (bewusst) unbeantwortet und lassen so Raum fc3bcr die ganz private Utopie von der besseren Partei .Ich fc3bcrchte, dass sich viele der gegenwc3a4rtig angenehm engagierten Piraten mit Schaudern von ihrer Partei abwenden werden, wenn diese den Minimalkonsenz ihrer Mitglieder Informationelle Freiheit und Selbstbestimmung verlassen muss, um schnc3b6de Tagespolitik zu leisten.Die besseren Antworten auf Fragen der Netzgemeinschaft haben die Piraten das gestehe ich ihnen gerne zu. Eine Zerreic3Ÿprobe musste bisher aber weder die Parteispitze noch die Basis verkraften.Egal ob Auslandseinsc3a4tze der Bundeswehr, Familienmodelle jenseits der zweigeschlechtlichen Ehe, Deutschlands Zukunft in der EU oder die schlichte Frage Hasch legalisieren? die Piraten bleiben die Antwort schuldig, weil sie wissen, dass ihre Mitglieder keineswegs so homogen sind, wie es die verkc3bcrzte Mediensicht auf die Themenpartei sugeriert.c3„ndern gerne, aber mit klaren Zielen! Entern gerne, aber nur wenn klar ist, wer dann am Steuer steht und wo der hin will.Mit hanfigen Grc3bcc3ŸenSteffenP.S. Mal drc3bcber nachgedacht, dass es zum Piratenmythos gehc3b6rt, dass der Kapitc3a4n den Goldschatz heimlich vergraben lc3a4c3Ÿt. Davon dass die Mannschaft in aller Regel am Galgen endete, will ich mal hc3b6flich schweigen.