Archiv für Oktober 2009
“Überraschung” in rot…
Weniger eine Überraschung, als ein unvermeidlicher Schritt um die eigene Zukunft nicht ganz dem Zufall zu überlassen. Spiegel.de berichtet:
Neue SPD-Spitze schwenkt nach links

Sigmar Gabriel (Archivbild): “Ich habe nichts dagegen, mit der Linken zu koalieren”
Schon nach der Wahl 2013 könnte es im Bund ein rot-rotes Bündnis geben: Denn das neue Führungspersonal der SPD will die Beziehungen zur Linken “normalisieren”. Der designierte Vorsitzende Gabriel wirbt für einen “angstfreien Umgang” mit der Lafontaine-Partei – allerdings müsse man auch inhaltlich übereinstimmen.
300.000 Euro Bußgeld und bis zu drei Jahre Gefängnis: Details zum Raubkopierer-Gesetz in Frankreich
Was bald auf die französischen Internetnutzer zukommen könnte (und wahrscheinlich wird) hat Onlinekosten.de in einer kurzen Newsmeldung zusammen gefasst. Damit rückt das Strafmaß zwischen Delikten wie Körperverletzung und der digitalen Kopie noch näher zusammen. Anscheinend hat hier die Lobby der Verwertergesellschaften gute Arbeit geleistet.
Mit 300.000 Euro Bußgeld und bis zu drei Jahren Gefängnis müssen Wiederholungstäter rechnen. Auch wer selbst gar nicht illegal handelt sondern nur seinen Internet-Zugang zur Verfügung stellt, kann mit 1.500 Euro zur Kasse gebeten werden. “Mein Kind war es”, zählt als Ausrede damit nicht. Zudem können Richter bis zu einem Jahr die Internetverbindung kappen lassen. Kritiker sehen dies jedoch als unzulässigen Eingriff in die Kommunikationsfreiheit.
Suizide bei France Télécom UPDATE
Onlinekosten.de berichtet:
Suizide bei France Télécom: Wenes ausgewechselt
Nach einer Serie von zwei Dutzend Selbstmorden bei France Télécom hat der Konzern die Nummer zwei in der Führungsetage ausgewechselt. Stéphane Richard (47) sei zum beigeordneten Generaldirektor ernannt worden, teilte France Télécom am Montag in Paris mit.
Möglicher Nachfolger für Lombard
Er rücke damit an die Stelle von Louis-Pierre Wenes, der um seine Ablösung gebeten habe. Richard gilt als möglicher Nachfolger für Konzernchef Didier Lombard, der wegen der Selbstmordserie in Folge der Umstrukturierung erheblich unter Druck gekommen ist. Nach Gewerkschaftsangaben haben sich seit Februar 2008 zwei Dutzend Beschäftigte das Leben genommen. Mehrere nannten in Abschiedsbriefen die Arbeitsbedingungen als Motiv.
Richard war von 2007 bis 2009 Kabinettsdirektor von Wirtschaftsministerin Christine Lagarde und steht Präsident Nicolas Sarkozy nahe. Er soll gute Drähte zu den Gewerkschaften haben. Lagarde hatte Konzernchef Lombard ihr Vertrauen ausgesprochen, ihn aber aufgefordert, etwas gegen die Selbstmordserie zu unternehmen. Das Online-Magazin Mediapart veröffentlichte kürzlich ein Video, das zeigt, wie sich Lombard in einer internen Ansprache flapsig über angeblich unterbeschäftigte Mitarbeiter äußert. In den vergangenen Jahren wurden bei France Télécom 22.000 Stellen gestrichen. Mehrere tausend Mitarbeiter mussten ihren Arbeitsplatz wechseln.
Diese Information stammt von Saskia Brintrup / dpa.
Selbstmordserie bei France Télécom
Onlinekosten.de hat schon mehrfach über die Vorfälle in Frankreich berichtet, nun gibt es wieder ein “Opfer”. Man kann natürlich sagen, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Selbstmord und der beruflichen Situation des Mannes gibt und man kann auch sagen, dass alle anderen Selbstmorde (zwei Dutzend) auch nichts damit zu tun haben. Vielleicht handelt es sich hier ja um ein kommunales Phänomen, vielleicht aber auch nicht.
Selbstmordserie bei France Télécom geht weiter
Die Serie von Selbstmorden unter Mitarbeitern des französischen Telekommunikationskonzern France Télécom reißt nicht ab. Ein 51 Jahre alter Beschäftigter in einem Callcenter stürzte sich am Montag bei Annecy von einer Brücke in den Tod.
Arbeitsklima als Grund
In einem Abschiedsbrief habe der Familienvater das Arbeitsklima in dem Konzern als Motiv für die Tat genannt, berichtete der französische Radiosender France Info. Nach Gewerkschaftsangaben nahmen sich in den vergangenen eineinhalb Jahren rund zwei Dutzend Télécom-Beschäftigte das Leben.
Die Arbeitnehmervertreter gehen davon aus, dass ein Teil der Selbstmorde direkt auf die Arbeitsbedingungen und den Konzernumbau zurückzuführen ist. In den vergangenen Jahren wurden 22.000 Stellen gestrichen und 7.000 Mitarbeiter versetzt. Sogar die Regierung schaltete sich schon ein. Sie forderte die Unternehmensleitung zum Dialog mit den Mitarbeitern auf. Künftig sollen die Betriebsärzte – soweit es die Schweigepflicht erlaubt – psychisch labile Mitarbeiter melden.
Die Information kommt vom dpa / Hayo Lücke.

